DSHUNGARISCHE ZWERGHAMSTER ...
 
... was ist denn das? Wenn man jemanden auf diese Hamsterart anspricht, erntet man wohl zunächst nur ein fragendes Gesicht. Dabei ist der Dshungarische Zwerghamster nicht die bei neunzig Grad gewaschene Ausgabe des Goldhamsters, sondern eine eigenständige Hamsterart.
Die Gattungsgruppe der Zwerghamster umfasst gut ein Dutzend Arten, von denen jedoch seit mehreren Jahren nur zwei einigermaßen häufig bei uns anzutreffen sind. Zu diesen gehört der Dshungarische Zwerghamster und der Chinesische Zwerghamster.
Der Dshungarische Zwerghamster wird ungefähr so groß wie eine Hausmaus. Er stammt ursprünglich aus Nord-Kasachstan (Sibirien).
Die Dshungarischen Zwerghamster sind mollige (halt untergroße!), kurzschwänzige (dafür aber vermehrungsfreudige!) und kurzbeinige (trotzdem schnelle!) Kerlchen mit dichtem, grauen Kuschelfell und einem schwarzen Längsstreifen (Aalstrich genannt) auf dem Rücken. Das Haarkleid wechselt die Farbe, was man oft auch in Gefangenschaft beobachten kann. Aus einem sommerlichen Grau wird dann ein weißliches oder hellgrau gemustertes Winterfell.
 
Das war die Kurzfassung.
 
 
 
Hier die etwas sachlichere Beschreibung:
 
Der Dshungarische Zwerghamster (Phodopus sungorus) zählt zu der Gattung der kurzschwänzigen Zwerghamster (Phodopus). Kurzschwänzig deshalb, da das Schwänzchen nicht aus dem Fell herausragt. Die Backentaschen sind bei dieser Art nicht sehr ausgeprägt.
 
Er stammt aus Kasachstan, Mandschurei, Mongolei und weiteren Teilgebieten Nord- und Mittelasiens und erreicht ein Gewicht von 35 bis 45 Gramm bei einer Größe von etwa 10 Zentimetern. Das Verbreitungsgebiet ist Kasachstan und Südwest-Sibirien. Sie wohnen in relativ kargen Steppengebieten und ernähren sich in erster Linie von Gräsern, Kräutern und Insekten. Sie legen – ähnlich wie Goldhamster – große, unterirdische Baue an; teilweise liegen die Vorratskammern aber auch viele Meter vom Bau entfernt.
 
Im Winter wechseln sie ihr Fell und werden weiß, ein Indiz dafür, dass sie keinen Winterschlaf halten und auch in der kältesten Jahreszeit aktiv sind und auf Futtersuche gehen müssen. Allerdings können sie im Winter ihre Körpertemperatur absenken, um weniger Energie zu verbrauchen; sie zehren dann auch eher von Fettreserven und nehmen an Gewicht ab (bis zu 15 Gramm).
 
Sein dichtes und feines, seidiges Fell, das weich und wollig aussieht, ist in der Färbung der Wildform oberseits graubraun. Am Bauch ist es grauweiß, an den behaarten Pfoten und am Schwänzchen reinweiß. Auch Dshungarische Zwerghamster haben an beiden Seiten eine Dreibogenlinie. Ihr Aalstrich ist schwarz. Sie sind einer der wenigen Fälle von unterschiedlichem Sommer- und Winterfell bei Nagern. Beim Dshungarischen Zwerghamster gibt es nur vier Fellfärbungen: Wildfarbe, Winterweiß, Saphir und Perlmutt/Pearl.
 
Der Dshungarische Zwerghamster ist im Gegensatz zu den meisten Hamsterarten zu verschiedenen Zeit aktiv. Er ist sowohl tagsüber als auch nachts aktiv. Über den Tag verteilt hat er seine Schlafphasen.
 
Dshungarische Zwerghamster haben Duftdrüsen am Bauch, mit denen sie ihr Revier markieren. Die Duftdrüsen erkennt man an der Fellverfärbung an diesen Stellen. Anhand dieser Gerüche können die Tiere sich gegenseitig identifizieren. Sie erkennen sich weder optisch noch akustisch.
 
In freier Wildbahn leben sie in kleinen Gruppen zusammen und auch als Heimtiere bevorzugen die kleinen Nager die Gesellschaft von Artgenossen. Mann kann sie als Pärchen oder in der Gruppe halten.
 
Wie alle Hamsterarten sind Dshungarische Zwerghamster reinliche Tiere. Sie putzen sich regelmäßig und halten ihr Fell stets sauber.
 
Besonders erwähnenswert ist, dass die Dshungarischen Zwerghamster in freier Wildbahn wohl kaum Scheu vor Menschen haben. Die meisten Dshungaren sind sehr neugierig und oft von Anfang an zahm. Sie kommen oft schnell von sich aus auf die Hand und lassen sich hoch nehmen. Nur manchmal zwicken sie zum Testen in die Hand – meist sind sie eher aufgeweckt und gutmütig und können sogar Auslauf bekommen. Nur kuscheln mögen sie nicht so gern.
 
Wildfarbe (Farbschlag von OBI WAN KENOBI):
Die am häufigsten vertretene Farbe. Oftmals wird diese auch als „Agouti“ bezeichnet. Dies bezieht sich auf die Zweifarbigkeit der einzelnen Haare, die sowohl hell als auch dunkel sind. Dieser Farbtyp ist gräulich braun bis blaugräulich braun mit schwarzem Aalstrich, schwarzen Augen und dunklen Ohren. Pfoten und Schwanz sind weiß. Die Dreibogenlinie ist deutlich zu erkennen.
 
Saphir (Farbschlag von ANAKEN SKYWALKER):
Hierzulande wird Saphir häufig auch als „Blau“ bezeichnet. Erstmals trat Saphir 1988 in Großbritannien auf. Saphirfarbene Dshungaren haben ein bläulich graues Fell. Der Aalstrich ist blasser als der des Wintertyps. Auch andere, bei dem wildfarbenen Dshungaren dunkler abgezeichnete Formen sind bei den saphirfarbenen Tieren heller oder dunkelblaugrau. Die Dreibogenlinie ist deutlich zu erkennen. Die Ohren sind dunkelgrau, die Augen schwarz. Im Winter können saphirfarbene Dshungaren ebenfalls heller werden.
 
 
 

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